Perlengarten
Der Perlengarten am Ahauser Gemeindehaus
ist auch im Herbst einen Besuch wert.
Es ist doch erst ein paar Wochen her, dass wir hier in den Beeten beim Aufräumen so richtig geschwitzt haben.
Aber jetzt ist alles anders.
Heute morgen ist es diesig, nur vereinzelte Sonnenstrahlen brechen sich Bahn. Sie beleuchten die fast reifen Quitten und bringen die Gräser zum Strahlen. In den letzten Wochen waren die Früchte noch klein und grün, doch jetzt ahnt man schon die gelbe Fülle.
Unter dem Zwetschen Baum liegen viele kleine, dunkelblaue, schrumpelige Pflaumen und locken Wespen und Schnecken an. Doch im Geäst des Baumes sind genügend reife Zwetschen zu erkennen. Bestimmt backt jemand einen leckeren Zwetschenkuchen und ruckzuck sind diese Gartengeschenke gerecht an Mensch und Tier verteilt.
Was macht denn der alte umgestürzte Apfelbaum?
Im Fühling leuchteten die Blüten an den wilden neuen Trieben und jetzt hat er niedliche kleine Früchte. Ein echter Wildapfel eben! Er passt super in das Beet der Gelassenheit und ich hoffe, dass er noch viele weitere Jahre die Dekoration dort übernimmt.
Der Rosenbogen ist kaum noch zu erkennen vor lauter herunterhängenden schwer beladenen Apfelästen und den ausweichenden Rosenranken.
Eigentlich sollte er doch ein lauschiges Spalier durch die Beete der Liebe bilden.
Und nun? Na ja, eine Weile bis zum herbstlichen Großputz werden wir uns unterduch bücken müssen. Gehört doch auch irgentwie zur Liebe... macht man sich eine Weile etwas kleiner. Dafür schmecken diese Äpfel richtig gut. Sie liegen zuhauf in den Beeten und auf dem Weg. Da lohnt sich das Aufsammeln. Einen Teil lassen wir einfach in der Natur liegen, zur Freude der tierischen Gartenbewohner und die restlichen sammeln wir regelmäßig ein. Das Apfelmus daraus schmeckt einfach köstlich und es gibt bestimmt viele weitere Ideen für die Verarbeitung.
Nun kommt die Sonne ganz heraus, allmählich verbreitet sich ein besonderer Geruch im Perlengarten. Es beginnt nach reifen Quitten zu duften. Mmmh... ein wenig Zeit braucht es noch, aber dann sind auch die letzten Früchte dieses schönen Gartens erntereif. Ich bin sicher, es werden sich Abnehmer dafür finden.
Dann kann der Winter Einzug halten. Zum Abschluss des Gartenjahres gibt es noch einen gemeinsamen Arbeitseinsatz der Perlengarten-Freunde und der Konfirmanden.
Dabei werden die Perlen zum Schutz vor dem Frost in den Keller gebracht. Auch die Schilder mit den Impulsen müssen weichen. Zurück bleibt ein wirklich gut angelegter Garten, in dem es zu jeder Jahreszeit etwas zu entdecken gibt.
Ein letztes Highlight im Jahr ist ein Abend zum Lebendigen Adventskalender.
Openair natürlich! Viele Kerzen und besinnliche Texte erfüllen den Garten mit einer ganz besonderen Stimmung.
Der Perlengarten ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Er ist barrierefrei.
Vom Parkplatz aus hält man sich rechts, zwischen Gemeindehaus und Garage geht es nach hinten raus in den Garten.